Der erste Wert: ich selbst
Die Texte Rudolf Steiners haben eine seltsame Eigenschaft. Sie reizen zum Widerspruch. Und darin sehe ich den ersten Wert. Denn wenn ich widerspreche, bemerke ich gleichzeitig, was ich selbst bisher gedacht habe. Etwa über den Menschen. Was also lerne ich kennen? Mich selbst. Und weil ich selbst ein Mensch bin, und zwar dieser bestimmte Mensch, im Unterschied zu allen anderen, so bin ich auch meine eigene Menschenkunde. Deshalb lautet der erste Wert: Ich kann und darf mich selber angstfrei und lustvoll anerkennen und äußern.
Wie kann ich überprüfen, ob ich den ersten Wert verwirkliche? Ganz einfach. Ich frage mich nach jeder Sitzung: Wie habe ich mich heute kennengelernt? Und falls die Antwort lautet: „gar nicht“, dann versinke ich nicht etwa in Kummer oder Kritik. Vielmehr fasse ich den fröhlichen Beschluss: Morgen werde ich mich derart äußern, dass alle Anderen mich kennenlernen. Und ich mich auch. Wer ist dafür verantwortlich? Nur ich selbst.
Wie kann ich überprüfen, ob ich den ersten Wert verwirkliche? Ganz einfach. Ich frage mich nach jeder Sitzung: Wie habe ich mich heute kennengelernt? Und falls die Antwort lautet: „gar nicht“, dann versinke ich nicht etwa in Kummer oder Kritik. Vielmehr fasse ich den fröhlichen Beschluss: Morgen werde ich mich derart äußern, dass alle Anderen mich kennenlernen. Und ich mich auch. Wer ist dafür verantwortlich? Nur ich selbst.











