Übersicht: Lehrerbildung

Unterrichten an einer Waldorfschule – Was wird erwartet?

Ich stelle mir vor, dass ich morgen eine Unterrichtsstunde halten soll. Es geht um die Tulpe. Ich sitze am Schreibtisch und bereite mich vor. Was ist zu tun? Weil ich von der Tulpe wenig weiß, greife ich zu einem alten Biologiebuch im Regal. Da lese ich, dass die Tulpen zu den Zwiebelgewächsen gehören. Es werden Merkmale beschrieben. Ich verschaffe mir noch die eine oder andere Information z.B. über Herkunft und Züchtung in Holland. Bin ich jetzt vorbereitet?

Pädagogik vom Kinde aus – Lernen an einer Waldorfschule

Lehrer haben es vornehmlich mit Weltinhalten zu tun. Die Vermittlung des Stoffes spielt naturgemäß eine große Rolle. Darüber vergessen wir oft die Kinder. Im Mittelpunkt der Waldorfpädagogik steht die Frage nach dem werdenden Menschen. In einem jeden Menschen steckt eine unverwechselbare Individualität verborgen. Diese entsteht nach Auffassung der Waldorfpädagogik weder mit dem Zeugungsakt noch ist sie ein Produkt gesellschaftlicher Verhältnisse. Der Mensch gehört sich selber. Was bedeutet das für Erziehung und Unterricht?

Vom Lernen der Lehrer – Vergangenheit und Zukunft

Wenn man sich mit der Frage auseinandersetzt, ob der Lehrerberuf an einer Waldorfschule der richtige Weg für einen selbst ist, dann tauchen Fragen nach der eigenen Befähigung auf. Was also sollte man mitbringen?

Zur Ausbildung

Aus alledem geht hervor, dass die Ausbildung am Berliner Seminar für Waldorfpädagogik eine Art Übungsweg darstellt. Nicht gemeint ist eine additive Anreicherung, sondern ein innerer Weg, der dazu angelegt ist, neue Fähigkeiten heranzubilden. Das funktioniert nur in innerer eigener Aktivität. Eine Ausbildung, insbesondere eine Lehrerausbildung, kann nicht besser sein als das, was man selber in sie einbringt. Natürlich spielt das übende Lernen insbesondere in den künstlerisch–praktischen Fächern eine Rolle.